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Studie Einsatzgebiete

Die Ultra Clean AG, Hanau, ist ein erfolgreiches Unternehmen auf dem Gebiet der Ultraschallreinigung. Sie produziert seit 1992 Ultraschall-Reinigungsanlagen unter dem Dienstleistungsmotto "Reinigen und Werterhalten". Die Gründer von Ultra Clean sehen in der Ausweitung der Anwendungsgebiete für Ultraschall ein großes Zukunftspotenzial und haben daher im Januar 2001 die Ultra Sonic Technology Holding (UTH) gegründet, mit dem Ziel, auf breiter Basis Kapital für Firmen mit innovativen Konzepten für zukunftsweisende Ultraschallanwendungen bereitzustellen.

Allerdings ist aus technologischer Sicht für den Erfolg der UTH eine fundierte Machbarkeitsanalyse neuer Konzepte zugleich mit dem Nachweis ihrer Umsetzbarkeit am Markt entscheidend. Dies bedingt eine gewissenhafte Aufarbeitung des IST-Zustands der technologischen und wirtschaftlichen Situation jedes Marktsegmentes.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Bei ihrer Recherche zu technologischen Potenzialen für US-Anwendungen stießen die Verantwortlichen der Ultra Clean AG auf die vom VDI erstellte Technologieanalyse "Von der Kavitation zur Sonotechnologie". Darin fanden sie Informationen aus einer Studie zu Anwendungsperspektiven und Marktpotenzialen von Kavitationsanwendungen, die Steinbeis-Experten im Rahmen eines BMBF-Projekts erstellt hatten. So kam es zu ersten Gesprächen mit dem Steinbeis-Transferzentrum Innovative Systeme und Dienstleistungen (STZ-ISD), die dann in eine Kooperation mündeten.

Aufgabe der Fachleute vom STZ-ISD war zunächst die Erstellung einer Studie zu den technologischen Perspektiven und Marktchancen von US-Anwendungen für den Aufbau der UTH: Auf Basis dieser Daten sollten dann die Entwicklungspotenziale der unterschiedlichen Märkte und Technologien bewertet und so vielversprechende Technologiefelder für die geplanten Investitionen identifiziert werden.

Die Studie - entstanden von Dezember 2000 bis März 2001 - analysierte folgende potenziell relevanten Einsatzgebiete der US-Technologie:

  • Bearbeitung von Festkörpern
  • Misch- und Trennverfahren
  • Ultraschallreinigung
  • US-unterstützter Abbau von Schadstoffen
  • Einsatz von Ultraschall in der Chemie
  • Sensorik und bildgebende Verfahren
  • US-Diagnostik und US-Therapie in der Medizin

Wie aus diesen Anwendungsfeldern ersichtlich wird, ist die Ultraschalltechnik eine Querschnittstechnologie mit immenser Bandbreite. Dies führt gleichzeitig zu einer extremen Unübersichtlichkeit des Marktes. Außer in wenigen "etablierten" Sektoren (wie der Sonographie, der Materialprüfung und der industriellen Reinigung) zeigt sich, dass US-Anwendungen noch recht kleine Nischen in teilweise sehr großen Märkten besetzen.

Im Rahmen der Studie wurden die Entwicklungspotenziale der verschiedenen Märkte und Technologien eingehend bewertet und es kristallisierten sich vielversprechende Technologiefelder für die geplanten Investitionen der Holding heraus. Außerdem gibt sie Empfehlungen zur strategischen Positionierung der UTH.

Ausblick in eine Erfolg versprechende Zukunft

Mit dem Aufbau der Holding bei Ultra Clean soll langfristig ein technologieorientierter Konzern geschaffen werden, der die gesamte Bandbreite von Ultraschallanwendungen auf dem europäischen Markt abdeckt. Die Struktur der Holding soll derart beschaffen sein, dass Synergieeffekte zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen optimal genutzt werden können, um technologische Entwicklungen rasch von einem Marktsegment auf andere übertragen zu können. Auf diese Weise könnte die UTH in den zukünftig durch starkes Wachstum und zunehmende Konzentration der Anbieter geprägten Märkten für US-Anwendungen eine dominierende Position erreichen.

Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, hat die UTH mit dem STZ-ISD eine langfristige Kooperationsvereinbarung geschlossen: Die Holding wird von den Steinbeis-Fachleuten auch in Zukunft in technologischen Fragen beraten; gleichzeitig hat sie Zugang zum gesamten Know-how des Steinbeis-Verbundes. Hierzu gehört insbesondere die strategische Beratung der UTH im Hinblick auf deren technologische Positionierung und auf die Nutzung von Synergien innerhalb der Holding sowie die Vermittlung von Kontakten und Ansprechpartnern aus der Wissenschaft.

Steinbeis weiter gewachsen

Der Steinbeis-Verbund ist auch in 2013 weiter gewachsen:

  • 978 Unternehmen gehörten am 31.12.2013 dem Verbund an. 2013 wurden 105 Unternehmen gegründet (48 wurden geschlossen).
  • 145,2 Mio. Euro Umsatz wurde von allen Steinbeis-Unternehmen erzielt.

Entscheidend für den Erfolg sind engagierte Menschen:

  • Rund 6.000 Mitarbeiter (1.708 Angestellte, 3.544 freie Mitarbeiter, 730 Professoren) waren 2013 für Steinbeis tätig.

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